Nachträgliche Beeinträchtigungen der elektrostatischen Fixierung

Symbolbild Nachträgliche Beeinträchtigungen der elektrostatischen Fixierung Darstellung auf Bananenschale treten

Fixierte Materialien voneinander trennen

Kontakt zu den aufgeladenen Flächen

Der Aufroll-Curling-Effekt des Materials



Ist die elektrostatische Fixierung der Materialien zueinander erfolgreich gelungen, halten sich auf beiden Seiten des Sandwichs temporär Ladungsfelder. Zieht man diese Materialien auseinander gehen diese Ladungsfelder verloren. Eine erneute Fixierung der Materialien zueinander wird kaum mehr möglich sein. Ob dies wieder gelingt hängt nun umso mehr an der Isolationsfähigkeit der Materialien. Sollte die Restladung noch ausreichend hoch sein könnte durchaus eine erneute Fixierung gelingen. Eine Prozesssicherheit ist jedoch in keinem Fall mehr gegeben.




Verlässt das miteinander zu fixierende Material den Bereich der Aufladeelektrode müssen die aufgetragenen Ladungsfelder noch immer dafür sorgen, dass das Sandwich zusammen hält. Lassen Sie dieses Sandwich nun beispielsweise als Materialbahn durch eine Anlage laufen, um Rollen herum und an Gleitflächen vorbei, geht bei jedem Kontakt des Sandwichs, also der aufgeladenen Materialbahn, Ladung verloren. Irgendwann sind die Ladungsfelder so weit geschwächt, dass sich die Fixierung löst. Ehemals fixierte Materialabschnitte verrutschen oder fallen von der Trägerbahn, dem Trägermaterial ab.

Hierbei ist es unerheblich ob die Kontaktflächen elektrisch leitfähig sind oder nicht. Es ist also egal, ob Sie elektrisch leitfähige, metallische Umlenkwalzen oder hochisolierende Silikonwalzen verwenden.

Nach Möglichkeit sollten Sie also dafür sorgen, dass unmittelbar nach der Fixierung, so schnell wie möglich eine Deckfolie oder eine Siegelfolie über das Sandwich läuft und das Ganze dann miteinander verschweißt wird.




Insbesondere Material das von Wickeln abrollt und als Trägermaterial dienen oder fixiert werden soll, kann dazu neigen sich nach dem Abrollen wieder aufrollen zu wollen. Je mehr vom Wickel abgerollt wurde und man dem Wickelkern immer näher kommt, umso stärker kann die Neigung zum Aufrollen gegeben sein. Materialabschnitte können sich im schlimmsten Fall komplett wie ein Igel zusammenrollen. Materialbahnen können durch zu hohe Bahnspannung dazu gebracht werden, dass sie sich längs wie auch quer verspannen. Lässt die Bahnspannung nach, rollt sich das aus der Zwangsführung entlassene Material zusammen oder biegt sich hoch als ob man es über eine scharfe Kante gezogen hätte.

Schafft man es dieses verspannte, zum Aufrollen neigende Material glatt zu einem zu fixierenden Sandwich zusammenzuführen ist die Gefahr, dass sich das Sandwich nach dem Aufladen wieder löst noch nicht gebannt. Es kann dazu kommen, dass die Rückstellkräfte des Materials größer sind als die aus der Aufladung resultierenden Klebkräfte die das Sandwich zusammen halten sollten. Die Fixierung geht dann verloren.

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