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ERSTE HILFE

AUFLADUNG

Erfolgreich elektrostatisch aufladen ist wie auf einem schmalen Grat zu balancieren. Die Einflussfaktoren die zu Störungen führen können sind vielfältig. Solange alle Faktoren ausgewogen zueinander stehen bewegen Sie sich sehr bequem auf diesem schmalen Grat. Wir haben die wichtigsten Einflussfaktoren in vier Gruppen zusammengefasst und vier Checklisten die Sie bei der Störungssuche unterstützen sollen daraus erstellt.

Bitte prüfen Sie die nachfolgenden Punkte auf den Checklisten unter Berücksichtigung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und der vom Hersteller mitgelieferten Bedienungsanleitung des Aufladesystems. Die Befolgung dieser Checkliste liegt in Ihrer Verantwortung. Wir übernehmen keinerlei Haftung.

Wenn Sie irgendwo in den unten stehenden Checklisten ein NEIN anklicken müssen, sollten sie die dazugehörige Checkliste mit ausführlicheren Erklärungen als PDF herunter laden. Klicken Sie hierzu auf eines der farbigen, schön ausbalancierten Kästchen.


Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und eine schnelle und erfolgreiche Behebung der Störung.

Ihr Elektrostatik Hilfe Team

Hier geht es zu den schnellen Checklisten

Checkliste Aufladesystem         Checkliste Umgebung

Checkliste Maschine                          Checkliste Material

Hier können Sie die ausführlichen Checklisten herunterladen.

Klicken Sie auf eines der vier Kästchen.

Checkliste Aufladesystem


Es sollten alle Punkte mit Ja beantwortet werden können. Ein einziges Nein genügt um den Auflade-Prozess zu verhindern oder massiv einzuschränken.


1. Der Aufladegenerator ist eingeschaltet und gibt Hochspannung ab.


2. Von den Auflade-Nadelspitzen lassen sich Funken zur Gegenelektrode hin ziehen.


3. Eine Anschlussbuchse am Generator zeigt keine Verschmorungen und Beschädigungen auf.


4. Der Hochspannungsstecker zeigt keine Verschmorungen und/oder Beschädigungen auf.


5. Das Hochspannungskabel zeigt keine Verschmorungen und Beschädigungen auf.


6. Die Aufladeelektrode ist vollkommen sauber und muss nicht gereinigt werden.


7. Die Aufladeelektrode ist mechanisch unbeschädigt und zeigt keine Verschmorungen.


8. Die Aufladespitzen der Aufladeelektrode sind sehr spitz.





Checkliste Maschine


Es sollten alle Punkte mit Ja beantwortet werden können. Ein einziges Nein genügt um den Auflade-Prozess zu verhindern oder massiv einzuschränken.


1. Die Aufladeelektrode ist ausschließlich mit elektrisch isolierendem Material befestigt.


2. Es befinden sich keine elektrisch leitfähigen Oberflächen oder Gegenstände in direktem Kontakt mit der Aufladeelektrode.


3. Es befinden sich keine elektrisch leitfähigen Gegenstände im direkten Streufeld der Aufladeelektrode die sich näher an der Aufladeelektrode als die  notwendige Gegenelektrode befinden.


4. Die notwendige Gegenelektrode befindet sich direkt gegenüber den Auflade-Nadelspitzen.


5. Die notwendige Gegenelektrode befindet sich in einer Entfernung kleiner 50 mm zur Aufladeelektrode.


6. Das zu fixierende Material berührt die Gegenelektrode auf der es liegen und darüber gleiten soll.


7. Die Gegenelektrode ist metallisch, elektrisch leitfähig, sauber, ohne isolierende Beschichtung und über die Maschine oder ein Erdungskabel gut geerdet.


8. Das Hochspannungskabel ist ohne Knicke oder Einschnürungen von Kabelbindern oder Kabelschellen durch die Maschine verlegt.


9. Bei dem Hochspannungskabel handelt es sich um ein abgeschirmtes Koaxial-Kabel.


10. Die vom Hersteller des Aufladesystems angegebene maximal zulässige Länge des Hochspannungskabels wurde nicht überschritten.


11. Bisher kam die erfolgreiche Fixierung auch bei maximaler Produktions-Geschwindigkeit zustande.


12. Das miteinander zu fixierende Material wird vor dem eigentlichen elektrostatischen Fixieren zunächst elektrostatisch mit Hilfe von Ionisationsstäben entladen.


Checkliste Umgebung


Es sollten alle Punkte mit Ja beantwortet werden können. Ein einziges Nein genügt um den Auflade-Prozess zu verhindern oder massiv einzuschränken.


1. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt deutlich unter 55%, bestenfalls sogar unter 30% relative Feuchte.


2. Das Material hatte mehrere Stunden Zeit sich den klimatischen Bedingungen im Produktionsbereich anzupassen.


3. Das Material ist nicht kälter als die Raumtemperatur.


4. Das Material wurde in einem sauberen Bereich gelagert und die gesamte zu fixierende Oberfläche des Materials ist sauber und trocken.

Checkliste Material


Es sollten alle Punkte mit Ja beantwortet werden können. Ein einziges Nein genügt um den Auflade-Prozess zu verhindern oder massiv einzuschränken.


1. Das elektrostatisch zu fixierende Material ist an seiner Oberfläche elektrisch isolierend.


2. Die Druckfarbe oder der Drucklack mit der das zu fixierende Material bedruckt ist, ist elektrisch isolierend.


3. Sofern es sich um einen Bedruck mit elektrisch leitfähiger Farbe handelt ist das elektrisch leitfähige Druckbild an den Materialkanten nicht angeschnitten.


4. Die Materialoberfläche wie auch das Material selbst ist sehr trocken und auch von keiner Kondensfeuchte überzogen.


5. Der Luftanteil im Material ist extrem gering bis nicht vorhanden und das Material ist somit sehr dicht und kompakt.


6. Die Materialschichtdicke ist gering. Das Potential der Aufladeelektrode kann das Gegenpotential von der Gegenelektrode her somit durch das Material hindurch noch gut erkennen.


7. Das zu fixierende Material liegt glatt und ohne Wellen oder Falten auf der Gegenelektrode oder dem Träger gegen den es fixiert werden soll.


8. Das zu fixierende Material lässt keinen Aufroll-Effekt oder Rückstellkräfte erkennen.

Haben Sie nun alle Punkte in den vier Checklisten geprüft, alle Punkte mit  Ja abgehakt und eine gute elektrostatische Fixierung kommt noch immer nicht zustande (was leider passieren kann), dann setzen Sie sich bitte mit dem Hersteller Ihres Aufladesystems in Verbindung. Bestenfalls kann ein Fachmann vor Ort an Ihrer Maschine die Situation nochmals genauer unter die Lupe nehmen und zur möglichen Störungsbeseitigung beitragen.