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ERSTE HILFE

ENTLADUNG

Die Beseitigung elektrostatischer Ladung ist im Prinzip relativ einfach. Die nachfolgenden Checklisten sollen Ihnen schnelle erste Hilfe geben um auftretende, störende elektrostatische Ladung zu vermeiden, zu verhindern und auch zu beseitigen. Bitte prüfen Sie die nachfolgenden Punkte auf den Checklisten unter Berücksichtigung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und der vom Hersteller mitgelieferten Bedienungsanleitung Ihres Ionisationssystems. Die Befolgung dieser Checkliste liegt in Ihrer Verantwortung. Wir übernehmen keinerlei Haftung.

Die dazugehörigen Checkliste mit ausführlicheren Erklärungen können Sie als PDF herunter laden. Im grünen Kasten rechts finden Sie die Links hierzu.

Hier geht es zu den schnellen Checklisten

Checkliste Elektrostatik erkennen

Einfache Erste Hilfe gegen Elektrostatik

Erste Hilfe bei Problemen mit dem Ionisationssystem

Checkliste Erste Hilfe Anwendung des Ionisationssystems

Checkliste Elektrostatik erkennen


Es sollten alle Punkte mit Nein beantwortet werden können. Ein einziges  Ja genügt um davon ausgehen zu können, dass elektrostatische Ladung im Spiel ist.


1. Klebeffekte oder Abstoßseffekte werden beobachtet.


2. Die Luftfeuchtigkeit liegt unter 55% relative Feuchte.


3. Das zu verarbeitende Material ist elektrisch isolierend.


4. Das zu verarbeitende Material ist sehr trocken.


5. Leichte Partikel springen wie von Geisterhand angestoßen.


6. Jemand bekam einen elektrischen Entladungsfunken ab.


7. Ein elektronisches Bauteil ergab eine Fehlsteuerung oder ein Fehlsignal.

Checkliste Einfache Erste Hilfe gegen Elektrostatik


Es sollten alle Punkte mit Ja beantwortet werden können. Ein einziges Nein genügt um den Entlade-Prozess zu verhindern oder massiv einzuschränken.


1. Anpressdruck zwischen Walzen und Materialbahn kann verringert werden.


2. Antistatik-Spray kann verwendet werden.


3. Antistatik-Bürsten können verwendet werden.


4. Die Anzahl der Stellen an denen das geladene Material etwas berührt, daran reibt oder vorbei gleitet kann reduziert werden


5. Die Zeit in der Reibung auf die Oberflächen einwirkt kann reduziert werden.


6. Gleit- und Reibflächen sind elektrisch leitfähig.


7. Die Größe der aneinander reibenden und vorbei gleitenden Oberflächen kann reduziert werden.


8. Die isolierenden Materialoberflächen hatten einige Stunden Zeit sich innerhalb normaler Luftfeuchtigkeit ( > 55% relative Feuchte) zu konditionieren.


9. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei mindestens 55%.


10. Die Produktionsgeschwindigkeit kann verringert werden.


11. Das Material das zur elektrostatischen Aufladung neigt kann etwas mit Talkum bepudert werden.


12. Die Zugspannung einer Materialbahn kann verringert werden.



Checkliste Erste Hilfe bei Problemen mit dem Ionisationssystem


Es sollten alle Punkte mit Ja beantwortet werden können. Ein einziges Nein genügt um den Entlade-Prozess zu verhindern oder massiv einzuschränken.


1. Der Hochspannungsgenerator bzw. das Netzteil ist unbeschädigt, geprüft und funktionsfähig.


2. Die Hochspannungs-Kontaktierung zeigen keine Beschädigungen oder Spuren von Verschmorungen.


3. Das Hochspannungskabel ist unbeschädigt, hat keine Knicke, Einschnitte oder Aufquellungen aus dem Inneren.


4. Das Ionisationsgerät ist sauber, insbesondere im Bereich der isolierenden Kunststoffteile.


5. Das Ionisationsgerät ist unbeschädigt insbesondere im Bereich der isolierenden Kunststoffteile.


6. Das Ionisationsgerät trägt keine Spuren von Verschmorungen.


7. Die Ionisationsnadeln sind spitz oder haben eine scharfe Kante.


8. Die Ionisationsnadeln sind sauber.

Checkliste Erste Hilfe Anwendung des Ionisationssystems


Es sollten alle Punkte mit Ja beantwortet werden können. Ein einziges Nein genügt um den Entlade-Prozess zu verhindern oder massiv einzuschränken.


1. Das Ionisationsgerät wurde genau dort positioniert wo die elektrostatische Ladung störend auftritt.


2. Die zu entladende Oberfläche kann komplett entladen werden.


3. Das Ionisationsgerät oder die Ionisationsgeräte kann/können die komplette zu entladende Oberfläche von allen Seiten sehen.


4. Das vom Ionisationsgerät ausgehende Streufeld der Gasionen wird durch nichts eingeschränkt.


5. Es wird nicht versucht Ionen durch Schläuche, Rohre oder düsen zu befördern.

Haben Sie nun alle Punkte in den Checklisten sorgfältig überprüft haben und eine gute elektrostatische Entladung kommt noch immer nicht zustande (was leider passieren kann), dann setzen Sie sich bitte mit dem Hersteller Ihres Ionisationssystems in Verbindung. Bestenfalls kann ein Fachmann vor Ort an Ihrer Maschine die Situation nochmals genauer unter die Lupe nehmen und zur möglichen Störungsbeseitigung beitragen.